Newsflash

09.08.2009
Erstaugustrede in Binn
Da dachte ich - nach meinen wundervollen Ferien auf der Insel Kreta -für heuer der obligaten Anfrage als Erstaugustredner entgangen zu sein, als mich Hanny Summermatter, alt Gemeinderätin von St. Niklaus und Mitglied im Tourismusverein in Binn mit ihrem Charme überzeugte, auch mal ausserhalb des Bezirkes die Erstaugustrede zu halten. Da zudem die Familie Sigi Sarbach, Hanny Summermatter, Patrizia Gitz und auch Josianne Fux (alle aus Zaniglas) ihr Herz im idyllischen Binn haben, konnte ich nicht NEIN sagen.

Sie finden meine Rede in der Rubrik "Artikel", wenn Sie Lust auf ein paar nachdenkliche Gedanken haben.

 

22. Juli 2009

Na ja, wie das halt manchmal so ist mit diesen homepages, nicht aktuell, nicht à jour! Und du hast tausend Ausreden... Vorsatz im Juli 2009, nach den so einmaligen Ferien auf Kreta: sei up to date, Marki!

Ein paar neuere Fotos in der Rubrik "Persönlich": Kreta ist im Juni der Hammer, Opa sein ist easy, alle beneiden dich!

Da sind auch noch zwei Artikel neu in der "Artikel-Rubrik", die sog. "Lämmerartikel" nach den Grossratswahlen. Ich habe im Sinn, mich im WB wieder bemerkbar zu machen. Aktuell ist in dieser Rubrik auch die 1. August-Rede in Binn. 

Vielleicht schreibst du mal was auf meine e-Mail-Adresse:  Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam geschützt. Zur Anzeige muss Javascript aktiviert sein.

 
Artikel
1. August 2009 in Binn Drucken E-Mail


Liebe Gäste, liebe Binnerinnen und Binner!

Ich begrüsse Sie recht herzlich zu dieser 1.August-Feier in der sympathischen Gemeinde Binn.
Hier, in meiner linken Hand halte ich einen kleinen Bergkristall von einem ganz grossen Mann. Er wurde mir in Herbriggen/ St. Niklaus bei einem Nachtessen übergeben, mit den folgenden Begleitsätzen: „Trag den Stein immer in eine deiner Taschen und wenn du etwas Wichtiges tun musst, bei einem nicht leichten Entscheid, vor einer Rede umklammere ihn mit deiner linken Hand. Dem UNO-Generalsekretär Kofi Anan habe ich auch einen geschenkt.“

Eine Zeitlang habe ich gedacht, da sind wir also zu dritt mit einem ständigen Begleiter aus Bergkristall, bis ich gemerkt habe, dass auch Bundesrätin Ruth Metzler einen bekommen hatte und wahrscheinlich etliche Menschen mehr. Geschenkt hat mir diesen für mich so wichtigen Stein, ein Mann aus Kandersteg, gleichen Jahrgangs wie ich: alt Bundesrat Adolf Ogi!
Jetzt umklammere ich ganz fest diesen Bergkristall, damit meine kleine Rede ankomme, damit Sie mir zuhören und vielleicht den einen oder andern Gedanken zum ersten August mitnehmen werden.
Ich werde mich hüten, hier im Dorf der Mineralien einen entsprechenden Vortrag zu halten. Nur dies: Dieser Bergkristall ist ein Quarz, zusammen mit so klingenden Namen wie Achat, Amethyst, Citrin, Jaspis, Onyx, Karneol, Rosenquarz, Rauchquarz, Schneequarz, Blauquarz oder dem sehr seltenen Ametin, usw. Aber er hier, der Bergkristall ist der ganz reine Quarz, in der Esoterik ein wichtiger Heilstein, der z.B. auch vor schädlichen Strahlen bewahrt.

Meine Damen und Herren, lassen Sie mich am 1. August  ein paar Worte über das Feuer und Europa sagen:
Das Feuer ist Sinnbild für die Einigkeit der Schweiz. Es ist auch seit vielen Jahren sichtbares Zeichen für die Feiern am ersten August. Auch ganz besonders im Wallis und in diesem  Tal leuchten, wenn nicht eine Trockenperiode dies verhindert, die Höhenfeuer und geben bekannt, wo überall die Menschen unsern Nationalfeiertag begehen. Dass dies so ist, hat eine Geschichte.

Das Feuer war einst ein Kommunikationsmittel, war gedacht für die Warnung beim Herannahen von Feinden und sollte sich als sichtbare Botschaft von Gefahr im wahrsten Sinne des Wortes mit Lichtgeschwindigkeit unter die Eidgenossen verteilen. Diese alte Tradition – heute durch die neuen Kommunikationsmittel längst überholt – wurde im Wallis meines Wissens nie zum Ernstfall, zeugt aber Jahr für Jahr für eine Schweiz von Einigkeit
und Verbundenheit zwischen Menschen, Gemeinden und Kantonen.

Dieses Feuer und die glitzernden, zischenden und leuchtenden Feuerwerke durfte man in den vergangenen Jahren in vielen  Gemeinden  wegen der Trockenheit nicht mehr anzünden, nicht zum Himmel schicken. Dieses Jahr werden wiederum einige  Höhenfeuer leuchten dürfen – hier in Binn ganz sicher-  und Raketen zischen und funkeln.

Nachdem im Sommer 2002 eine Nässeperiode in der Schweiz und vor allem im benachbarten Deutschland zu verheerenden Überschwemmungen geführt hat, plagten uns in den Sommern 2003 und 2006 grosse Trockenperioden. Die Bauern fürchteten um ihre Ernten, um die Gesundheit des Viehs. Sie hatten hohe finanzielle Schäden zu tragen. Menschen starben der Hitze wegen und die Gletscher schmolzen wie Butter an der Sonne.

Ja, ja die Gletscher! Es ist wirklich dramatisch was da abgeht. Fast alle Gletscher unserer wundervollen Alpen haben bis zu neun Zehnteln ihres Volumens eingebüsst. Ihre Flanken sind schwarz geworden, ihre Gletschertore statt kirchturmhoch nur noch zelthoch. Die Berge der Alpen – auch der schönste der Welt, das Matterhorn – zerbröckeln wegen des schmelzenden Permafrostes und reissen Bergführer und Bergsteiger mit in den Tod. Mehr als ein Dutzend Menschen sind bisher in diesem Jahr in der Walliser Bergwelt tödlich verunglückt. Wir fragen uns wie unser Klima sich zukünftig entwickeln wird. Vorletztes Jahr habe ich in einer kleinen Glosse im WB das Wort Permafrost leicht abgeändert in Spermafrost. Es herrscht neben Permafrost auch akuter Spermafrost!

Damit eine Bevölkerung stabil bleibt, braucht es 2.11 Kinder pro Frau.
Einige Zahlen aus Europa: F 1.8, GB 1.6, GR 1.3, D 1.3, I 1.2, E 1.1! pro Frau
Darum wird die europäische Demografie in den nächsten Jahren radikal ändern. Die durchschnittliche europäische Geburtsrate liegt bei 1.38 und ist nicht mehr umkehrbar und trotzdem wird die Bevölkerung in Europa, auch in der Schweiz nicht abnehmen! Warum? IMMIGRATION. Vor allem durch islamische Immigration. Lassen Sie mich das am Beispiel von Frankreich zeigen:
Die Französin gebärt durchschnittlich 1.8, die muslimische Frau in Frankreich 8.1  Kinder. In 18 Jahren ist jeder fünfte Franzose Moslem. In Südfrankreich mit der grössten Kirchendichte weltweit gibt es jetzt schon mehr Moscheen als christliche Kirchen.

In der Niederlande sind 50% der Kinder islamisch, in 15 Jahren wird es die Hälfte der Bevölkerung sein.
Die Zahl der Moslems in Europa beträgt gegenwärtig 52 Millionen Menschen in ziemlich genau 20 Jahren werden es doppelt so viele, 104 Millionen sein.

Moammar Ghaddfi, der libysche Staatschef hat unlängst unter anderem verlauten lassen: Wir brauchen keinen Terrorismus, keine Bomben mehr.

Diese Zukunft der europäischen Demografie macht schon etwas nachdenklich. Aber jede Schweizerin, jeder Schweizer ist frei, darüber zu denken wie sie, wie er will.
Und wie sieht es im Herzen Europas, in der EU herrlicher Insel, in unserm Land, das heute seinen 718. Geburtstag feiert, aus? Die Schweizerinnen schenken durchschnittlich 1.4 Kindern das Leben. Auch bei den Schweizern herrscht also Spermafrost. Durch wen wird unser Land in 20 Jahren bewohnt werden?

Und Binn? Herrscht da auch Spermafrost?

Ihr seid 140 Einwohner und habt noch 7 Kinder in eurer Gesamtschule. Wollt Ihr aussterben? Nein?
Also liebe junge Binnerinnen und Binner bleibt möglichst eurer Scholle treu und wachset und mehret euch.

Ihr die Jugend, die Hoffnung der Zukunft seid auch sonst gefordert:
Binn lebt vorwiegend von Tourismus und der Landwirtschaft und einige verdient Ihr auswärts eure Brötchen. Ein brennendes Problem sind hier im Dorf die fehlenden Investitionen der Jugend. Fehlt der Mut, das genügende Engagement? Ich wünsche euch deshalb, dass Ihr die alten Arbeitsplätze halten und neue schaffen könnt. Vielleicht haben junge Binnerinnen und Binner in den nächsten Jahren eine zündende Idee. In Ulrichen, ausgerechnet in Ulrichen hat einer vor ein paar Jahren eine Teigwarenfabrik gegründet und damit 18 neue Arbeitsplätze geschaffen!
Vielleicht wird der hier entstehende Landschaftspark bei der Jugend ein neues Feuer der Begeisterung entfachen. Wenn alles positiv verläuft kann der „Landschaftspark Binntal“ mit den Gemeinden Binn, Ernen und Grengiols 2012 als „Regionaler Naturpark von nationaler Bedeutung“ eröffnet werden. Gegenwärtig wird die sogenannte Charta ausgearbeitet. Vielleicht werden die Gemeinden Bister, Blitzingen und Niederwald ebenfalls mitmachen und der „Parco naturale Veglia-Devero“ kommt hinzu. Binn wäre dann im Herzen eines wundervollen Parks. Die wunderschönen Fotos auf der Homepage zeugen vom natürlichen Reichtum, der Schönheit Eures Tales. Ich wünsche dem siebenköpfigen Vorstand unter der Leitung von Klaus Anderegg – in dem vor kurzem auch Nationalrätin Viola Amherd Einsitz genommen hat – den Erfolg, den dieses Projekt verdient.  


Doch zurück zum Feuer. Es ist für uns Menschen Wärme, Geborgenheit, aber auch Gefahr und Tod. Wir brauchen das Wort Feuer wörtlich aber auch sinnbildlich. Wir sagen bei Ärger und Streit, dass wir „Feuer unter dem Dach“ haben. Wenn wir jemanden anfeuern, meinen wir nicht, das wir ihn anzünden, sondern dass wir ihm Mut machen, ihm Ansporn geben. Und wenn uns jemand zu langsam ist, dann machen wir ihm Feuer unterm Hintern. Und wenn es jemand am nötigen Feuer fehlt, ist er zu lahm, zu temperamentlos. Oder wenn wir einmal zu spät heimgekommen sind, sagen wir: Oi oi, nächti bini de leit ins Fiir cho.

Auch kriegerische Ausdrücke verbinden wir mit Feuer. Jemanden oder etwas unter Feuer nehmen, kennen wir vom Militär her als schiessen. Ein Blick auf die Weltlage zeigt uns, dass Kriege und Feuer nach wie vor allgegenwärtig sind. Vergessen wir deshalb am 1. August nicht, dass die Schweiz seit rund 150 Jahren ohne Kriege dasteht. Dies ist nicht selbstverständlich und mahnt uns, Sorge zu unserm Land zu tragen, aber auch Sorge zu den Mitmenschen und unsern Nachbarn. Es mahnt uns aber auch an, unsere Freiheit und unsere Eigenverantwortung nicht leichtsinnig zu verspielen.

Die Probleme in Europa haben auch damit zu tun, dass zu grosse Gebilde unführbar und unübersichtlich werden und oft früher oder später wieder auseinander fallen. Die Schweiz kann und muss daher ihren Teil an Europa beisteuern, muss dafür aber ihre Eigenständigkeit nicht aufgeben. Mit Selbstbewusstsein und Selbständigkeit, Eigenständigkeit und Unabhängigkeit kann man auch ein fruchtbarer Teil des Ganzen sein. Wir sind dies ja auch jeder einzelne in unsern Dörfern, Vereinen, Familien.

Manche sagen, wir haben alleine keine Chance. Viele meinen wir müssen der EU beitreten. Wir hätten sonst nichts mehr zu melden. Doch haben wir nicht auch Eisen im Feuer zum Vorteile von Europa und von der Schweiz. Und ist es tatsächlich so, dass uns die EU aus Europa feuert, wenn wir ihr nicht beitreten?
Die Schweiz mitten im Herzen von Europa ist ein wichtiger Teil des alten Kontinents und wir wissen dies auch. Wir schätzen und achten unsere Nachbarn und sind durch den Tourismus und die zahlreichen Fremdarbeiter stark mit ihnen verbunden. Deshalb wird die Schweiz sich nie als ausserhalb von Europa betrachten. Wir nehmen an Europa teil und wir sind ein Teil Europas. Wie auch immer sich seine Bevölkerungsstruktur auch verändern mag. Wir haben Eisen im Feuer, die auch für Europa wichtig sind, zum Beispiel das Gegenstück zum Feuer, nämlich das Wasser, die Wasserkraft, die weisse Kohle, auch hier in diesem Tal!

Was in Jugoslawien nicht geklappt hat und in Spanien und Irland Probleme macht, ist bei uns kaum ein Problem. Wir sind ein Beispiel im Zusammenleben von Sprachen und Mentalitäten. Weitere Eisen im Feuer sind unsere vorbildliche Gesetzgebung, die tiefen Arbeitslosenzahlen – auch gerade bei uns im Oberwallis – das hohe Bildungsniveau, die meist gesunden Gemeindestrukturen, wie hier in Binn. Wir engagieren uns in Projekten und Arbeiten in Europa, sind zuverlässige Handelspartner, Sprachkenner und nicht zuletzt ausgezeichnete Sportler mit und um Europa. Wir gehören zu Europa, wer etwas anderes behauptet, verkennt die Realität, spielt mit dem Feuer von Befindlichkeiten.
 „Ich glaube, die Schweiz sollte einfach keine Angst haben. Sie könnte frecher sein. Sie sollte ein sehr freches Land sein, das die Auseinandersetzungen, das Gespräch nicht fürchtet. Die Schweiz ist kein Experiment, das abgebrochen werden muss!“ und
„Ich bin ein Europäer!“
Dies sind zwei Zitate von unserm weltberühmten Dichter Friedrich Dürrenmatt.


Und welches sind die brennenden Probleme von Binn?
Es sind vorwiegend die Abwanderung wie in vielen Berggemeinden, der zu knappe Nachwuchs, die Überalterung und das fehlende Feuer und Engagement der Jugend.

Es heisst also einstehen für die Anliegen der Gemeinde. Sich engagieren heisst sich für etwas begeistern, in sich ein Feuer entfachen für etwas z. B. für mehr Arbeitsplätze, gute Zusammenarbeit in der Region.

Allgemein vermisse ich in den letzten Jahren das gegenseitige Anfeuern für etwas. Wir haben oftmals zu wenig Schwung und zu wenig Feuer unter dem Hintern. Wir könnten fast alle Problem lösen, müssten sie nur gemeinsam angehen. Lodert das Feuer der Beigeisterungsfähigkeit hier in Binn genügend? Ganz sicher ja!!

Eine gute Glut braucht meistens Zeit, Geduld und Ausdauer. Eine gute Glut hält dann oft auch länger als ein schnell aufzischenden Feuerwerk von Worten und Gesten, ist nachhaltig. Diese dauerhafte Glut wünsche ich auch dem entstehenden Landschaftspark.

Ich komme zum Schluss:
Feuer ist Sinnbild für den ersten August und damit für die Einigkeit der Schweiz. Unsere Flagge hat einen feuerroten Untergrund. Wir dürfen feurige Patrioten sein, doch wissen wir mit dem Feuer umzugehen und den Patriotismus gewogen einzusetzen. Extreme Rechtsradikale die am ersten August jeweils die Wiege der Eidgenossenschaft, das Rütli, mit ihrem nach Schwefel und Schwelbrand riechenden dahinsiechenden Kümmerlingsbrand verpesten brauchen wir nicht. Am ersten August brauchen wir helle lodernde Flammen.

Feuer ist Gefahr und oft schmerzhaft, wenn es ausbricht, ausser Kontrolle gerät, wenn es sogar gelegt wird. Feuer ist aber auch eine Chance, wenn man es gut einsetzt. Und das Feuer bringt uns ungeahnt weit, wenn wir es zu entfachen verstehen. Rufen wir uns am 1. August unser schönes Land, unser Wallis unsere Gemeinde und unser Wohlergehen in Erinnerung und pflegen wir unser gemeinsames Feuer, die Schweiz.

Und wenn wir dann genügend Feuer in uns tragen, werden wir auch genügend zündende Ideen haben, um brandschwarze Tage und Zeiten zu überstehen. Wir werden Projekte in die Tat umsetzen, wie zum Beispiel den „Landschaftspark Binnal“.

Und nun ganz zum Schluss. Kennen Sie – liebe Gäste, liebe Binnerinnen und Binner das heisseste, das intensivste Feuer, lodernd wie ein Vulkan? Ich bin sicher, in einigen von euch brennt es auch jetzt  lichterloh, alle habt ihr es schon mindestens einmal knapp überlebt. Eine Strophe aus einem alten Lied verrät es uns. „Kein Feuer keine Kohle kann brennen so heiss, als heimliche Liebe, von der niemand nichts weiss.“

Wer ein guter  Binner ist, ist ein guter Oberwalliser, wer ein guter Oberwalliser ist, ist ein guter Walliser, wer ein guter Walliser ist, ist ein guter  Schweizer, wer ein guter Schweizer ist, ist ein guter Europäer!

Es lebe Binn,  das Wallis, die Schweiz und Europa!

 

1

 

 
Lämmer- und Schafserie Drucken E-Mail

zu den Leserbriefen der Herren Freisinger, Zurbriggen und Williner

Mein Artikel „Das Schweigen der Lämmer“ hat bisher drei Leserbriefe im WB bewirkt. Das „Blöken der Lämmer“ von Oskar Freisinger ging gar nicht auf meine Aussagen über den Rückzug des Franz Ruppen als Staatsratskandidat und die Arbeit der SVP-Parlamentarier ein. Herr Freisinger weiss warum. Und der Grund, mich als Oberschächter zu bezeichnen ist vermutlich nur dem Literaten Freisinger bekannt.

Zu „Ein redendes Schaf der SVP“ von Hans Zurbriggen ist zu sagen, dass ich mich selbstverständlich über die Wahl der drei jungen, intelligenten und attraktiven SVP-Suppleantinnen gefreut habe. Mir ging es aber nur um den Staatsratskandidaten der SVP und die Arbeit der Grossräte. Ich würde mich sehr freuen, die gewählten SVP-Suppleantinnen möglichst oft im Grossratssaal im Einsatz zu sehen. Dass der SVP-Abgeordnete Zurbriggen uns bei unsern Vorstössen unterstützen will, wissen wir zu schätzen.

Im „Schwarznasenschaf“ behauptet ein Herr Jörg Williner aus Gelterkinden täglich den WB zu lesen. Das kann kaum stimmen, denn sonst wüsste er, dass ich vor den diesjährigen Grossratswahlen ausser zwei kleinen Informationsberichten nichts schrieb. Nach und zwischen den Wahlen verfasse ich kleine Texte im WB, die keineswegs farblos sind und gern und mit Schmunzeln gelesen werden. Eine Auswahl davon findet Herr Williner auf www.markustruffer.ch Übrigens habe ich dass Image, mich ganz und gar nicht nach dem „Winde auszurichten“.

Vielleicht geht hiermit die „Lamm- und Schafserie“ zu Ende. Markus Truffer, Grossrat, St. Niklaus

 
Das Schweigen der Lämmer Drucken E-Mail

Der sogenannte Wahlsieg der SVP

Sogar SVP-WählerInnen sind enttäuscht, dass der sich vorschnell und selbst zum Chef des Baudepartementes ernannte Franz Ruppen einem zweiten Wahlgang nicht zu stellen wagte. Das dabei in den Vordergrund gerückte noble Argument, dem Staat und den Gemeinden eine halbe Million sparen zu wollen überzeugt ganz und gar nicht. Wahlziel Nummer eins wurde ganz klar verfehlt. Für mögliche Sitze im Grossen Rat wurden in elf Bezirken nicht weniger als fünfundvierzig Kandidaten aufgestellt. Bekanntlich wurden nur zwölf davon gewählt. Dreiunddreissig Lämmer wurden geopfert und diese schweigen fein still. In sechs Bezirken, in denen man antrat, gab es Nullrunden. Im Bezirk Martigny wurde von fünf Kandidaten einer gewählt, in Sitten waren es zwei von sechs, in Leuk null von vier und für den Erfolg im Bezirk Brig wurden auch vier schweigende Lämmer gefunden und erst noch Unabhängige miteinbezogen. Im Bezirk Visp waren dann immerhin zwei von vier Kandidaten erfolgreich. Was werden die zwölf Väter der vielen Lämmer - SVP-Mütter gibt es im Grossen Rat noch keine – in den nächsten vier Jahren im Walliser Parlament erreichen? Ich fordere alle SVP-Anhänger auf, dies aufmerksam zu verfolgen und sich mit mir zu freuen über die überlangen Reden der SVP-Leithammel. Regelmässig müssen diese vom Grossratspräsidenten zum Einhalten der Redezeit ermahnt werden. Die in grosser Zahl zu erwartenden Vorstösse sind wohl fast gesamthaft zum Scheitern verurteilt. So sieht der sogenannte Wahlsieg der UDC-SVP-Wallis aus. Markus Truffer, Grossrat CVPO

 
Der Konvertit irrt nicht Drucken E-Mail

(April 2008)
Replik auf den LB von Charles-Louis Joris vom 20. März

Ich habe nicht im Sinn, mich auf einen Zeitungsartikelfight mit Herrn Charles-Louis Joris einzulassen. Für einen ausgeglichenen Streit bin ich zu wenig intelligent und zu wenig versiert im Artikelverfassen, aber auch zu wenig primitiv.

Hier einzig vier sachliche Berichtigungen:

Ich war nie ein Nikotinjunkie. Ich rauchte während fünfzehn Jahren – im Alter von zwanzig bis fünfunddreissig Jahren - eine halbe bis ein Packung Zigaretten täglich und habe dann Gott sei Dank aufhören können. Seit 2007 irgendwann konsumiere ich pro Woche vier bis fünf Stück - nicht etwa Packungen - „Cortos fino“-Cigarillos.
Ich sabbere nicht, pflege meine Haare und habe mich irgendwann einmal für die Frisur „Rossschwanz“ entschieden.

Der Konvertit irrt keineswegs. Er ist nur sicher, dass es nie und nimmer verboten sein wird, Parafinkerzen anzuzünden, Weihrauch zu schwenken oder Raucherstäbchen anzuzünden. Den entsprechenden Satz in meinem Leserbrief hat Herr Joris einfach falsch verstanden.

Mich persönlich stört es nicht, wenn Menschen in Restaurants oder Bars, oder wo auch immer rauchen. Ich setze mich bloss engagiert dafür ein, dass Arbeitskräfte nicht dauernd, bis zu zehn und mehr Stunden einen giftigen gesundheitsschädigenden Rauchsmog einatmen müssen. Auch wenn etliche davon dies scheinbar „freiwillig“ tun müssen.

Markus Truffer, Grossrat CVPO

 
Da irrt ein Konvertit Drucken E-Mail

(April 2008)
Zum LB von Markus Truffer vom 18. März

Wenn Markus Truffer schreibt, dass mich ein Verbot von Weihrauch, Räucherstäbchen, Parafinkerzen kaum stören dürfte, dann irrt er gewaltig, der ehemalige Nikotinjunkie Markus Truffer. So ein Verbot ist ein unsinniger, gesellschaftliche relevanter Eingriff in die Privatsphäre von Kirchenobern, Turbobuddhisten und November-Depressiven. Wenn ein solches Weihrauchverbot kommt, ist der Pandora Büchse sperrangelweit offen für weitere Gesetze, die uns fremdes Glück aufzwingen. Solche Gesetze bringen bestenfalls Unfrieden, Hader und zufallsabhängige Ungerechtigkeiten. Einer gesunden Umwelt sind sie abträglich. Solche Verbote schaden dem gesellschaftlichen Zusammenleben ungleich mehr, als dass sie dem Wohlbefinden zu zufällig im Lokal rumsabbernden Rossschwanzträgern zuträglich sind- auch von solchen mit Kurzhaarfrisur.
Der von gutmenschlichen Eiferern eingebrachte Artikel 109 im Gesundheitsgesetz sei zum Schutz der Arbeitnehmer gedacht. Warum erscheint er dann im Gesundheitsgesetz und nicht im Arbeitsplatzgesetz? Weil dort die entsprechenden Gesetze und Verordnungen bereits existieren. Weil für Gaststätten genauso wie für andere Betriebe MAK-Werte für Schadstoffe gelten – nur kontrolliert und nachdrücklich eingefordert werden diese Werte nie in der gebotenen Strenge. Artikel 109 und 111 sind eine Mogelpackung. Wenn schon, dann schon ehrlich – dann soll der Gesetzgeber das Rauchen drogengleich verbieten. Nur eben, weil so was unwirksam ist und die Kriminalität fördert, scheut er hier die Ehrlichkeit wie der Teufel den Weihrauch.

Charles-Louis Joris, Visp

 
<< Anfang < Zurück 1 2 3 4 5 6 7 Weiter > Ende >>

Ergebnisse 1 - 9 von 58
CVP - Christliche Volkspartei Schweiz